Ist die Absicherung eines Kredites wirklich notwendig oder nur eine individuelle Option?

Diese Frage lässt sich mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Sie ein Darlehen vergeben oder aufnehmen würden. Der Kredit muss unbedingt abgesichert werden und zwar vor allem für den Fall, dass der Kreditnehmer seine monatlichen Raten nicht mehr vollständig bzw. nicht mehr fristgerecht zurückbezahlen könnte. Die Kreditabsicherung schützt von daher den Kreditgeber vor dem wirtschaftlichen Ruin. Wenn den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr ordnungsgemäß nachgekommen wird, kann der Kreditgeber die Kreditsicherheit einbehalten und dadurch seinen Verlust ausgleichen. Genauso verhält es sich im umgekehrten Fall: wenn die Kreditverbindlichkeiten vollständig getilgt wurden, erhält der Kreditnehmer seine geleistete Sicherheit zurück, denn in diesem Augenblick erlöschen jegliche Rechte des Kreditgebers gegenüber dem Kreditnehmer.

Eine Einheitsform hat die Kreditsicherheit dabei nicht. Es gibt sowohl Sachsicherheiten, wie auch Personen, die einen Kredit wirksam absichern können. In nicht wenigen Fällen hat der Kunde sogar die Möglichkeit selbst auszuwählen, für welche Kreditsicherheit er sich entscheiden möchte. Während unter einer Sachsicherheit Wertgegenstände wie beispielsweise Schmuck, Autos, Wertpapiere oder auch das monatliche Gehalt gezählt werden, ist die Personensicherheit ein finanziell gut gestellter Bürge. Bei Zahlungsschwierigkeiten und Zahlungsausfällen kann dieser dann für den Kreditnehmer einspringen und dessen Verpflichtungen nachkommen. Eine Kreditsicherheit ist zudem an die Art des jeweiligen Kredites gebunden. Ein besonders einfaches Beispiel ist hier der KFZ-Kredit. In den meisten Fällen, dient das Fahrzeug als Sicherheit für den gewährten Kreditbetrag zum Erwerb des Autos. Sollte es zu Zahlungsausfällen oder sonstigen Problemen bei der Kredittilgung kommen, kann die Bank das finanzierte Fahrzeug als Sicherheit einbehalten und bleibt somit nicht auf dem Schaden sitzen.

Der Finanzmarkt und seine einzelnen Bestandteile

Als Kreditmarkt bzw. „Finanzmarkt“ wird all das bezeichnet, was mit dem Handeln von Finanzmitteln und Krediten zu tun hat. Grundsätzlich untergliedert sich der Kreditmarkt in zwei weitere Märkte: zum einen in den sogenannten „Geldmarkt“ und zum anderen in den „Kapitalmarkt“. Auf dem Geldmarkt, dem sogenannten Primärmarkt, treffen Angebot und Nachfrage nach liquiden Geldmitteln aufeinander. Der Kapitalmarkt, auch sog. Sekundärmarkt ist derjenige Teilbereich, auf dem langfristige Finanzmittel gehandelt werden. Das bedeutet, es ist der Markt für die Anlage von Kapital und die Vermittlung dieses Kapitals über Kredite. Besondere Vorsicht ist auf dem Kreditmarkt immer auch vor sog. Kredithaien geboten. Diese machen unseriöse Angebote, mit hohen Vorkosten und zum Teil ausbleibenden Kreditauszahlungen. Leere Versprechungen, die teuer werden können. Hier ist also besondere Vorsicht geboten.

Begriffsherkunft und Entstehungsgeschichte

Im Grund kommt der Begriff „Kredit“ aus dem Lateinischen und leitet sich vom Wort „credere“ – „glauben“ ab und bedeutet so viel, wie eine grundsätzliche Gebrauchsüberlassung mit Rückzahlung und Gegenleistungen (Zinsen). Jede Vorleistung, der ein Vertrag als Basis zu Grunde liegt, ist somit bereits ein Kredit. Die Entstehungsgeschichte des Kredits ist wirklich alt und reicht bis in das Jahr 3.000 v.Chr. zurück. Lange bevor es Kredite mit offiziellen Währungen gab, wurde bereits Kredithandel mit Sachen und Waren betrieben. So erhielten beispielsweise Bauern und Landwirte Samen für Getreide bzw. Handwerkern wurde Metall zur Verarbeitung übergeben. Nach der Ernte bzw. nach vollendeter Verarbeitung war eine vorab vereinbarte Sachmenge bzw. ein fix vereinbarter Geldbetrag an den Geber zurückzuzahlen. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden Zinsen berechnet. Ungefähr im siebten Jahrhundert vor Christus etablierte sich in Griechenland die erste Währung und daraus entwickelte sich das Kreditgeschäft in seiner heute gegebenen Form. Darlehen und Kredite waren besonders im Mittelalter gefragt, denn hier war der Mangel an Bargeld besonders groß. Auch Reisen ließen sich mit Kreditbriefen sicher und leichter durchführen. Über diese Kreditbriefe konnten die Reisenden auf ihrem Weg immer wieder an kleinere Mengen Bargeld kommen. 1741 war das Jahr, in dem der erste legale und in seiner heutigen Form bekannte Kreditzins erteilt wurde. Hieraus erwuchs die gewerbliche Vergabe von Krediten und ca. 100 Jahre später entstanden die ersten Banken, die sich auf Kredit- und Darlehensvergabe spezialisierten. Die offizielle Bezeichnung „Kredit“ entwickelte sich rund um das 19. Jhd. durch den Kapitalismus. Ein einheitliches und für alle gültiges Kreditrecht kam in Deutschland im Jahr 1900 mit dem BGB auf.

Die beliebtesten Kreditarten im Überblick

Geht es um die Auswahl des passenden Kredites, haben viele Kunden die Qual der Wahl. Es gibt eine Vielzahl an Kreditformen und diese passen individuell – je nach Verwendungszweck. Die erste Frage, die geklärt werden muss ist also: für welchen Zweck wird das Geld benötigt? Wird der Kredit beispielsweise zur Finanzierung eines Fahrzeuges benötigt oder doch eher zum Bau von Immobilien? Je nach Kreditform und Art variiert auch die Laufzeit. Immobilienkredite und Baufinanzierungen haben z.B. eine lange Laufzeit. Auch wird der Kreditbetrag in einigen Fällen nicht in einer Summe ausbezahlt, sondern richtet sich nach dem jeweiligen Fortschritt des Bauprojektes. Oder soll ein Soll-Stand auf dem Girokonto ausgeglichen werden? In diesem Fall bietet sich der Dispositionskredit an. Dieser Überziehungskredit für das eigene Konto kann jedoch z.T. hohe Zinsen für den in Anspruch genommen Betrag verursachen. Kredite gibt es von kleinesten Beträgen an, bis hin zu Krediten in Millionenhöhe – sog. Großkredite. Ratenkredit, Unternehmerkredit, Arbeitgeberdarlehen oder Staatskredit? Kreditarten gibt es wie Sand am Meer. Legen Sie daher im Vorhinein fest, wofür Sie das Kapital benötigen und prüfen Sie die für Sie besten Konditionen, denn nicht alle Kreditarten sind für jeden von Vorteil!

So läuft die Kreditvergabe ab – Step by Step zum Wunschkredit

Die Vergabe von Krediten und Darlehen läuft immer nach gewissen Kriterien ab. Jeder, der einen Kredit an eine andere Person vergibt, möchte sich dessen sicher sein, dass das verliehene Kapital auch in vollem Umfang zurückgezahlt wird. Es gibt daher bestimmte Grundregeln und Richtlinien, die einzuhalten sind. So gehen weder Kreditgeber, noch Kreditnehmer unnötige Risiken ein. Bei einer Kreditvergabe gibt es zwei Parteien, die miteinander verhandeln: auf der einen Seite, den Kreditnehmer, also diejenige Person, die einen Kredit beantragt und auf der anderen Seite, den Kreditgeber, also die Person oder Institution, die Kapital zur Verfügung stellt. Auf das Kapital, das ausgezahlt werden soll – wird ein bestimmter Zinssatz dazugerechnet. Dies ist der Gewinn, der Profit des Kreditgebers – denn inklusive der draufgerechneten Zinsen – erhält der Kreditgeber eine höhere Summe zurück, als er vergeben hat. Sicherheiten, Einkommensverhältnisse aber auch bestehende Zahlungsverpflichtungen des Kreditnehmers sind bei einer Kreditvergabe zudem von ungemeiner Wichtigkeit! Eine Einnahmen-Ausgaben-Aufstellung muss unbedingt bei einer Kreditvergabe gemacht werden. Die Einnahmen des Darlehensnehmers müssen am Ende auf jeden Fall ausreichen, um die Kreditverbindlichkeiten zuverlässig und konstant zu tilgen. Nach Abzug aller Verpflichtungen und sonstigen Verbindlichkeiten, muss genug Geld übrig sein, um die Kreditrate zahlen zu können. Auch ein fester und unbefristeter Arbeitsvertrag ist eine sichere Grundlage für eine Kreditvergabe. Das regelmäßige Einkommen des Darlehensnehmers stellt eine reibungslose Rückzahlung sicher. Weitere Einnahmequellen des Antragsstellers, wie z.B. Kindergeld oder auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung wirken sich förderlich auf eine Kreditentscheidung aus. Ebenso spielt die Bonität des Kreditantragsstellers eine wesentliche Rolle! Wenn ein Antragssteller nicht über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügt, braucht er mit aller Sicherheit einen Bürgen, der die notwendigen Voraussetzungen für die Aufnahme des Kredits mitbringt.

Sobald alle nötigen Voraussetzungen geprüft wurden und die Zustimmung des Kreditgebers gefunden haben, kein ein Kreditvertrag angefertigt werden. In diesem werden die vorher besprochenen Konditionen schriftlich fixiert: Laufzeit des Kredites, die monatliche Ratenhöhe der Rückzahlung und Vereinbarungen zu Sondertilgungen sind unter anderem Bestandteil des Kreditvertrags.

Darlehensnehmer sowie Darlehensgeber können sowohl private Personen, wie auch Firmen, Unternehmen oder Banken – aus dem In- oder Ausland – sein.

Welche Rolle spielen Kreditvermittler?

In einigen Fällen gesellt sich noch eine dritte Partei zum Kreditgeber und Kreditnehmer. Die Rede ist vom sogenannten Kredit-Mittler. Dieser wirkt gewerblich und hat die Hauptaufgabe, dem Kreditnehmer, das für ihn beste und vorteilhafteste Kreditangebot zu sichern. An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass dies nicht immer sinnvoll und vor allem nicht selten sehr teuer werden kann, einen Kreditvermittler in Anspruch zu nehmen. Hohe Provisionsgebühren können für seine Leistungen anfallen. Diese sollten jedoch niemals vor einer Kreditauszahlung in Rechnung gestellt werden! Achten Sie daher bitte immer auf die Seriosität des jeweiligen Kredit-Mittlers. Auch verpflichtende Ratenkredit-Ausfallschutzversicherungen oder sonstige Beratungsverträge zählen nicht zum grundsätzlichen Leistungsrepertoire eines seriösen Kredit-Mittlers. Hausbesuche von Vertretern und Verkäufern sollten Sie zu ihrem eigenen Schutz der Privatsphäre lieber lassen!

Tücken, Fehler und Fallen – Vorsicht beim Kreditantrag!

Eine Kreditaufnahme birgt so einige Risiken. Wir wollen Sie hier umfassend informieren und Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie schlimme Fehler und Fallen vermeiden können. Es kann schnell mal nötig werden, ein Darlehen aufzunehmen: das Weihnachtsfest naht, die Rechnungen übersteigen mit den laufenden Monatsfixkosten das geplante Budget oder ein neues Auto wird gebraucht. Doch handeln Sie nicht unbedacht und vorschnell. Mit unseren Tipps sparen Sie garantiert Zeit, Geld und schonen Ihre Nerven. So haben Sie richtig Freude mit dem Geld.

Ein großer Fehler, den Sie nicht begehen sollten ist, blind allen möglichen Kreditangeboten und Kreditanbietern zu vertrauen. Vergleichen Sie ordentlich bevor Sie sich fest für einen Kredit entscheiden. Die Hausbank ist oft der erste Ansprechpartner in Sachen „Kredite“, doch nicht immer der beste. In vielen Fällen sind die Darlehen von Hausbanken viel zu teuer. Sinnvoller können durchaus Online-Kredite sein, denn diese Anbieter berechnen keine hohen Zinsen zur Finanzierung unzähliger Filialen und Mitarbeiter. Ein Kreditvergleich ist kostenlos und zudem schnell und bequem online von zuhause aus erledigt. Achten Sie auf Erfahrungen anderer Nutzer und auch auf Testergebnisse. So finden Sie schnell den günstigsten Kredit für Ihren Wunschzweck. Unser Rat: lassen Sie sich in jedem Fall auch eine Offerte von der Hausbank ausarbeiten, auch wenn Sie sich letzten Endes nicht für diesen Kredit entscheiden. So können Sie noch mehr Punkte in Ihre Entscheidung miteinbeziehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, sehr gut über seine eigene Kreditwürdigkeit informiert zu sein. Eine eingeschränkte Bonität, kann zwar eine Kreditgenehmigung möglich machen, jedoch zu weitaus teureren Konditionen, als bei einer sehr guten Bonität. Auch unvollständige oder falsche Angaben zu ihrer Person, häufige Bank- oder Wohnortwechsel, können die Kreditwürdigkeit eines Antragsstellers schnell negativ beeinflussen.

Besondere Vorsicht ist bei zu niedrigen Zinsen geboten. Zu schön um wahr zu sein? Wenn das so ist, lohnt sich hinschauen einmal mehr. Ganz bestimmt gibt es Kredite mit außergewöhnlich guten Sonderkonditionen, doch diese sind oft für eine ganz ausgewählte Zielgruppe vorbehalten: eine Kundengruppe mit exzellenter Bonität oder anderen vergleichbaren Charakteristika.

Last but not least: achten Sie auf das Kleingedruckte! Hier können sich viele Tücken und Fallen verbergen. Unterzeichnen Sie nicht vorschnell, sondern prüfen Sie die Konditionen bis in das kleinste Detail. So finden Sie unter Garantie die für Sie wirtschaftlich beste Lösung.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*